Mohammed

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Die Barmherzigkeit Muhammads gegenüber Nicht-Muslimen

Der Prophet Muhammad - Gottes Lob und Friede seien auf ihm - wurde als “Gnade für alle Welten” angekündigt, wie Gott im Quran sagte: “Wir sandten dich als Gnade für alle Welten.”

Die Empfänger dieser Gnade waren nicht nur auf die muslimische Gemeinschaft beschränkt, sondern auch Nicht-Muslime, von denen manche alle ihre Anstrengungen darauf konzentrierten, dem Propheten und seiner Botschaft zu schaden. Diese Gnade und Barmherzigkeit zeigt ganz deutlich die Tatsache, dass der Prophet, möge Gott ihn loben, niemals aus persönlichen Gründen Rache an jemandem übte und sogar seinen Erbittertesten Feinden ihre Angriffe auf seine eigene Person verzieh. A´ischa sagte, dass der Prophet nie aus eigenem Antrieb Rache an irgendjemandem übte. Sie betonte auch, dass er niemals Schlechtes mit Schlechtem vergolt, aber er pflegte, zu vergeben und zu verzeihen. Dies wird – wenn Gott will – nach einer eingehenden Analyse der folgenden Stationen seines Lebens verdeutlicht werden.

Zu einem früheren Zeitpunkt seiner Mission reiste der Prophet in die Stadt Taif, die sich in den Bergen in der Nähe von Mekka befindet, um die Bewohner zum Islam einzuladen. Die Führer Taifs behandelten den Propheten allerdings unzivilisiert und grob. Sie begnügten sich aber nicht nur mit ihrem unverschämten Verhalten ihm gegenüber, sondern wiegelten obendrein auch mehrere Banden in der Stadt gegen ihn auf, die ihn belästigten. Der Pöbel verfolgte den Propheten schreiend, beschimpfend und mit Steinen nach ihm werfend, bis er gezwungen war, Zuflucht in einem Obstgarten zu suchen. Offensichtlich hatte der Prophet in Taif sogar noch mehr Hindernisse zu ertragen als in Mekka. Diese Rohlinge stellten sich auf beiden Straßenseiten auf, bewarfen ihn mit Steinen, bis seine Füße verletzt waren und blutverschmiert waren. Diese Niedergeschlagenheit bedrückte den Propheten so tief und stieß ihn in einen Zustand von Traurigkeit, so dass er spontan ein Gebet sprach, in dem er seine Hilfslosigkeit und Verzweiflung zum Ausdruck brachte und Gott um Hilfe anflehte:

“O Gott, bei Dir beklage ich meine Schwäche, meinen Mangel an Zuflucht und die Demütigung vor diesen Menschen. Du bist der Gnädigste, der Herr der Schwachen und mein Meister. Wem willst Du mich überlassen? Jemandem fremden, mit einem bösen Willen oder einem Feind, der Macht über mich hat? Wenn Du mir keinen Wert beimisst, stört mich das nicht, denn Deine überreiche Gunst ist mit mir. Ich suche Zuflucht im Licht Deiner Zufriedenheit, durch das alles Dunkel sich verstreut und jede Angelegenheit dieser Welt und der Nächsten richtiggestellt wird, damit nicht Dein Ärger oder das Licht Deines Missfallens auf mich herabkommt. Ich benötige nur Deine Zufriedenheit und Deine Genugtuung, denn nur Du befähigst mich, Gutes zu tun und das Böse zu vermeiden. Es gibt keine Kraft und keine Macht außer Dir.”

Da sandte der Herr den Engel der Berge, der den Propheten um Erlaubnis bat, die beiden Berge zusammenzuschieben und die Stadt Taif zu zermalmen, die zwischen ihnen liegt. Aus seiner großartigen Duldsamkeit und Gnade heraus antwortete der Gesandte Gottes:

“Nein! Denn ich hoffe, dass Gott aus ihren Lenden Menschen hervorbringt, die Gott Allein anbeten werden und Ihm nichts zur Seite stellen.” (Sahih Muslim)

Seine Gnade und sein Mitgefühl waren so großartig, dass ihn Gott Selbst bei mehr als einer Gelegenheit dafür zurechtwies. Einer des größten Gegner des Islam und ein persönlicher Feind war Abdullah ibn Ubayy, der Führer der Heuchler von Medina. Nach außen hin behauptete er, Muslim zu sein, und heimlich fügte er den Muslimen und der Mission des Propheten sehr großen Schaden zu. Obwohl er über diese Dinge Bescheid wusste, betete der Prophet das Totengebet für ihn und bat Gott um Vergebung für ihn. Der Quran erwähnt diesen Vorfall mit den Worten: “(O Muhammad,) Und bete nie für einen von ihnen, der stirbt, noch stehe an seinem Grabe; (denn) sie glaubten nicht an Gott und an Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.”

Abdullah bin Ubayy arbeitete sein ganzes Leben lang gegen Muhammad und den Islam und er ließ keine Möglichkeit unversucht, um seine Mission in Verruf zu bringen und zu bekämpfen. Er zog seine dreihundert Helfer bei der Schlacht von Uhud zurück und brach damit den Muslimen fast auf einen Streich das Rückgrat. Er engagierte sich bei Intrigen und feindlichen Machenschaften gegen den Propheten des Islam und die Muslime. Er war es auch, der versuchte, Schande über den Propheten zu bringen, indem er seine Verbündeten anstiftete, fälschlicherweise A´ischa, die Frau des Propheten, des Ehebruchs zu beschuldigen, um ihn und seine Botschaft in Verruf zu bringen.

Die Gnade des Propheten erstreckte sich sogar auf jene, die seinen geliebten Onkel Hamzah getötet und dann dessen Körper geschändet hatten. Hamzah war einer der ersten, die den Islam angenommen hatten und dank seiner Stärke und seiner Stellung in der Hierarchie der Quraisch wendete er viel Schaden von den Muslimen ab. Ein abessinischer Sklave von Abu Sufyans Frau suchte in der Schlacht von Uhud gezielt nach Hamzah und tötete ihn. In der Nacht vor dem Sieg von Mekka akzeptierte Abu Sufyan den Islam aus Furcht vor der Rache des Propheten, möge Gott ihn loben. Der aber vergab ihm und übte für die Jahre der Feindschaft keine Vergeltung.

Nachdem der Sklave Hamzah getötet hatte, schändete Hind, Abu Sufyans Frau, seinen Körper, indem sie seine Brust aufschnitt und dessen Leber und Herz in Stücke riss. Als sie schließlich demütig zum Propheten kam und den Islam annahm, erkannte er sie, sagte aber nichts. Sie war so beeindruckt von seinem Großmut und seinem Format, dass sie sagte: “O Gesandter Gottes, kein Zelt war in meinen Augen verlassener als deines; aber heute ist in meinen Augen kein Zelt liebenswerter als deines.”

Ikrama, der Sohn von Abu Gahl, war ein erbitterter Feind des Propheten und des Islam. Nach dem Sieg von Mekka flüchtete er nach Jemen. Nachdem seine Frau den Islam angenommen hatte, brachte sie ihn unter ihrem Schutz zum Propheten Muhammad. Er war so erfreut, ihn zu sehen, dass er ihn mit folgenden Worten begrüßte:

“O ausgewanderter Reiter, sei willkommen.”

Safwan bin Umaya, einer der Stammesführer in Mekka, war ebenfalls ein erbitterter Feind Muhammads und des Islam. Er versprach Umair ibn Wahab eine Belohnung, wenn es ihm gelingen sollte, Muhammad zu töten. Als Mekka erobert wurde, flüchtete Safwan nach Jeddah in der Hoffnung, einen Ankerplatz zu finden, von dem aus er per Boot nach Jemen gelangen könnte. Umair ibn Wahab kam zu Muhammad und sagte: “O Gesandter Gottes! Safwan ibn Umayya, der Führer seines Stammes, ist aus Angst vor dem, was du ihm antun könntest, geflohen und droht, sich ins Meer zu stürzen.” Der Prophet schickte ihm eine Garantie für seine Sicherheit und als er zurückkehrte, bat er Muhammad um zwei Monate Bedenkzeit, um eine Entscheidung zu fällen. Ihm wurden vier Monate gewährt, nach denen er aus freiem Willen Muslim wurde.

Habir ibn al-Aswad war ein anderer gefährlicher Feind Muhammads und des Islam. Er fügte Zainab, der Tochter des Edlen Propheten, als sie nach Medina auswandern wollte, eine ernsthafte Verletzung zu. Sie war schwanger, als sie ihre Auswanderung begann und die Götzendiener von Mekka versuchten, sie davon abzuhalten. Jener Mann, Habbar bin al-Aswad, griff sie körperlich an, so dass sie vom Kamel fiel. Durch ihren Sturz verlor sie ihr Baby und sie selbst verletzte sich schwer. Er hat auch noch zahlreiche andere Verbrechen an Muslimen verübt. Er wollte nach Persien fliehen, entschied sich aber doch, stattdessen zu Muhammad zu kommen und der Prophet vergab ihm großmütig.

Die Erzfeinde des Islam waren vom Stamm der Quraisch, und in den dreizehn Jahren, als er noch in Mekka verweilte, tadelten sie den Propheten, verspotteten und verhöhnten ihn, schlugen und misshandelten ihn sowohl psychisch als auch körperlich. Sie legten ihm die Nachgeburt eines Kamels auf seinen Rücken, als er betete, und sie boykottierten ihn und seinen Stamm, bis die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen unerträglich wurden. Sie planten und versuchten bei mehr als einer Gelegenheit, den Propheten zu töten und als dieser nach Medina flüchtete, sammelten sie die Mehrheit der arabischen Stämme und führten viele Kriege gegen ihn. Als er schließlich mit einer Armee von 10.000 Kämpfern siegreich in Mekka einzog, übte er an keinem Rache. Der Prophet sagte zu den Quraisch:

“O Stamm der Quraisch! Was denkt ihr, was ich mit euch machen werde?”

In der Hoffnung auf eine positive Antwort sagten sie: “Du wirst Gutes tun. Du bist ein edler Bruder, der Sohn eines edlen Bruders.” Der Prophet sagte darauf:

“Dann sage ich euch, was Josef zu seinen Brüdern gesagt hatte: ‘Es gibt keine Schande für euch.’ Geht! Denn ihr seid alle frei!”[3]

In den Geschichtsbüchern finden wir höchst selten derartige Augenblicke der Vergebung. Sogar seinem Todfeind Abu Sufyan, der viele Schlachten gegen den Islam führte, hat er vergeben, wie jedem anderen, der in seinem Haus geblieben war und ihn nicht bekämpft hatte.

Der Propheten, möge Gott ihn loben, verzieh alles; und kein Verbrechen oder kein Überfall an ihm war zu groß, um nicht von ihm vergeben zu werden. Er war das vollkommene Beispiel für Vergebung und Großmütigkeit, wie in den folgenden Versen des Quran erwähnt wird:

“Übe Nachsicht (, o Muhammad), gebiete das Rechte und wende dich von den Unwissenden ab.” (Quran 7:199)

Immer vergolt er Böses mit dem Guten der Vergebung und mit nachsichtigem Verhalten, denn es war seine Ansicht, dass das Antidot besser ist als das Gift. Er glaubte und handelte nach der Regel, dass Liebe den Hass vereitelt und Aggression durch Vergebung überwunden werden kann. Er überwältigte die Unwissenheit der Menschen mit dem Wissen des Islam, und die Torheit und das Schlechte der Menschen mit seinem großzügigen und verzeihenden Umgang mit ihnen. Mit seiner Barmherzigkeit befreite er die Menschen von Knechtschaft, von Sünde und Verbrechen und er machte sie zu Anhängern des Islam. Er war ein Abbild des Quranverses;

“Und nimmer sind das Gute und das Böse gleich. Wehre (das Böse) in bester Art ab, und siehe da, der, zwischen dem und dir Feindschaft herrschte, wird wie ein treuer Freund sein.” (Quran 41:34)

islamreligion.com

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Die Toleranz des Propheten s.a. gegenüber anderen Religionen

Die Umgangsweise des Propheten mit anderen Religionen kann am besten mit dem Vers aus dem Qur´an beschrieben werden:

“Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion.”

Die Arabische Halbinsel war in der Zeit des Propheten eine Region, in der es Menschen völlig unterschiedlichen Glaubens gab. Es gab Christen, Juden, Zoroastrier, Götzendiener und noch andere, die mit gar keiner Religion in Verbindung standen. Wenn man das Leben des Propheten betrachtet, findet man zahlreiche Beispiele, die den hohen Grad der Toleranz zeigen, die er Andersgläubigen gegenüber gezeigt hat. Um diese Toleranz zu verstehen und zu beurteilen, muss man die Zeitspanne betrachten, in der der Islam ein formaler Staat war, mit den besonderen Gesetzen, die der Prophet im Einklang mit den Lehren der Religion festgelegt hat. Obwohl man auch viele Beispiele für die Toleranz, die der Prophet in den dreizehn Jahren seines Aufenthalts in Mekka zeigte, finden kann, könnte man unrichtigerweise auf den Gedanken kommen, dass dies nur geschah, um das Ansehen der Muslime und den gesellschaftlichen Status des Islam allgemein zu heben. Aus diesem Grund beschränkt sich diese Diskussion auf die Zeitspanne, die mit der Auswanderung des Propheten nach Medina begann und zu der die Gründung des Staats geschah.

Die Sahiefah

Das beste Beispiel für die Toleranz, die der Prophet gegenüber anderen Religionen zeigte, ist möglicherweise die Konstitution selbst, die von den frühen Historikern ´Sahiefah´genannt wurde.[1] Als der Prophet nach Medina auswanderte, endete seine Rolle als bloßer religiöser Führer; er war jetzt politischer Führer eines Staates, regiert nach den Richtlinien des Islam, die verlangten, dass klare Gesetze für die Regierung festgelegt wurden, um Harmonie und Stabilität in einer Gesellschaft zu sichern, die zuvor durch Jahrzehnte lange Kämpfe verwirrt gewesen war, solche Gesetze, die ein friedliches Miteinander von Muslimen, Juden, Christen und Götzendienern garantierten. Aus diesem Grunde legte der Prophet eine ´Konstitution´ fest, in der die Verantwortlichkeiten aller Gruppen, die in Medina weilten, deren Verpflichtungen untereinander und bestimmte Einschränkungen, die jeder auferlegt wurden, enthielt. Alle Gruppen mussten dem gehorchen, was darin festgelegt wurde, und jeglicher Bruch von Gesetzen wurde als Verrat betrachtet.

Eine Nation

Der erste Artikel der Verfassung besagte, dass alle Bewohner Medinas, die Muslime ebenso wie diejenigen von den Juden, Christen und Götzendienern, die den Pakt eingegangen waren, "eine Nation unter Ausschluss aller anderen" bildeten. Alle wurden als Bewohner und Mitglieder der Gesellschaft Medinas betrachtet, ungeachtet ihrer Religion, Rasse oder Abstammung. Menschen anderen Glaubens wurden vor Schaden genauso beschützt wie die Muslime, wie ein anderer Artikel vorschreibt: "den Juden, die uns folgen, steht Hilfe und Gleichheit zu. Keinem soll Schaden zugefügt werden, noch soll seinen Widersachern geholfen werden". Zuvor hatte jeder Stamm seine eigenen Bündnisse und Feinde innerhalb und außerhalb Medinas gehabt. Der Prophet sammelte diese unterschiedlichen Stämme unter einem System der Regierung, das die früheren Bündnisse zwischen jenen einzelnen Stämmen aufrechterhielt. Alle Stämme mussten als ein Ganzes handeln, ohne die individuellen Bündnisse zu beachten. Jeder Angriff auf eine andere Religion oder einen anderen Stamm wurde als Angriff auf den Staat betrachtet und ebenfalls auf die Muslime. Das Leben der Andersgläubigen in der muslimischen Gesellschaft wurden auch geschützt. Der Prophet sagte:

“Wer einen Menschen tötet, der einen Pakt mit den Muslimen geschlossen hat, wird nie den Duft des Paradieses riechen.” (Sahieh Muslim) Da die Muslime die Oberhand besaßen, warnte der Prophet entschieden davor, Menschen anderen Glaubens schlecht zu behandeln. Er sagte: “Seid gewarnt! Wer grausam und hart zu einer nicht-muslimischen Minderheit ist; oder ihre Rechte beschneidet; oder ihnen mehr aufbürdet, als sie ertragen können; über den werde ich (Prophet Muhammad) mich am Tag des Gerichts beklagen.” (Abu Dawud)

Jedem seine eigene Religion

In einem anderen Artikel heißt es: "die Juden haben ihre Religion und die Muslime haben ihre." Hier wird klar, dass nichts anderes als Toleranz geduldet wird und dass, obgleich sie alle Mitglieder einer Gesellschaft waren, jeder seine eigene Religion hatte, die nicht beleidigt werden durfte. Jedem war erlaubt, seinen Glauben frei ohne irgendwelche Behinderungen auszuüben und ohne dass irgendwelche provokativen Handlungen geduldet wurden.

Es gibt noch viele anderen Artikel in dieser Konstitution, über die wir diskutieren könnten, aber besonderer Nachdruck wird auf den einen Artikel gelegt, der besagt: "Wenn irgendein Streit oder irgendeine Meinungsverschiedenheit auftaucht, die Unruhe verursacht, muss (die Angelegenheit) vor Gott und seinen Gesandten gebracht werden." Diese Klausel beinhaltet, dass alle Bewohner des Staates eine höhere Stufe der Autorität anerkennen mussten und in den Angelegenheiten, in die unterschiedliche Stämme oder Religionen verwickelt waren, konnte von den einzelnen Führern keine Gerechtigkeit erreicht werden; sie mussten eher dem Staatsführer oder seinen benannten Vertretern vorgetragen werden. Es war allerdings den einzelnen Stämmen erlaubt, die nicht Muslime waren, sich auf ihre eigenen Schriften und auf ihre Gelehrten zu berufen, was ihre eigenen Angelegenheiten anging. Sie konnte, wenn sie wollten, aber auch den Propheten bitten, in ihren Angelegenheiten zu richten. Gott sagt im Qur´an:

“…Wenn sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab...” (Quran 5:42)

Hier sehen wir, dass der Prophet jeder Religion gestattete, in ihren eigenen Angelegenheiten ihren eigenen Schriften entsprechend zu richten, solange dies nicht im Widerspruch mit den Artikeln der Konstitution stand; ein Bündnis, das dem größeren Nutzen eines friedlichen Miteinander in der Gesellschaft Rechnung trug.

Es gibt zahlreiche andere Beispiele aus dem Leben des Propheten, zusätzlich zur Sahiefah, die auf praktische Weise die Toleranz, die der Islam anderen Religionen gegenüber zeigt, porträtieren.

Freiheit religiöser Versammlungen und religiöser Selbstbestimmung

Durch die Zustimmung zur Konstitution besaßen die Juden die vollständige Freiheit, ihre Religion auszuüben. Die Juden besaßen in Medina zur Zeit des Propheten ihre eigene Schule, mit dem Namen Bait-ul-Midras, wo sie die Thora lasen, beteten und lehrten.

Der Prophet betonte in vielen Briefen an seine Abgesandten, dass religiöse Institutionen nicht beschädigt werden sollten. In einem Brief an seinen Abgesandten an die religiösen Führer von Saint Catherine auf Berg Sinai, der den Schutz durch die Muslime erbeten hatte:

“Dies ist eine Botschaft von Muhammad ibn Abdullah als ein Bündnis mit denjenigen, die das Christentum annehmen, nah und fern, dass wir mit ihnen sind. Wahrlich, ich, die Helfer und meine Anhänger verteidigen sie, denn Christen sind meine Bürger; und bei Gott! Ich leiste ihnen Beistand gegen alles, das ihnen missfällt. Es wird keinen Zwang auf sie geben. Ihre Richter werden nicht von ihren Posten entfernt, noch ihre Mönche aus den Klöstern. Keiner wird ein Haus ihrer Religion zerstören, es beschädigen oder etwas von dort in muslimische Häuser bringen. Sollte irgendjemand etwas davon nehmen, würde er das Bündnis Gottes beschmutzen und Seinem Propheten ungehorsam sein. Wahrlich, sie sind meine Verbündeten und haben mein Versprechen für ihre Sicherheit, gegen alles, was sie hassen. Keiner zwingt sie, zu reisen oder verpflichtet sie, zum kämpfen. Die Muslime werden für sie kämpfen. Wenn eine weibliche Christin mit einem Muslim verheiratet ist, wird nichts ohne ihre Zustimmung stattfinden. Sie darf nicht davon abgehalten werden, die Kirche zu besuchen, um dort zu beten. Ihre Kirchen stehen unter unserem Schutz. Sie werden weder davon abgehalten, sie zu reparieren, noch wird die Unversehrtheit ihrer Bündnisse angezweifelt. Keiner von dieser Gemeinschaft (der Muslime) darf das Bündnis brechen bis zum Letzten Tag (dem Ende der Welten).”[2]

Wie man sehen kann, bestand dieses Abkommen aus verschiedenen Klausen, die alle wichtigen Aspekte der Menschenrechte abdeckte, einschließlich solcher Themen wie Schutz von Minderheiten, die unter der islamischen Gesetzgebung leben, Freiheit der Anbetung und der Bewegung, Freiheit, ihre eigenen Richter zu benennen und Eigentum zu besitzen und zu verwalten, Ausschluss vom Militärdienst und das Recht auf Schutz im Kriegsfall. Bei einer anderen Gelegenheit empfing der Prophet eine Delegation von sechzig Christen aus der Region Najran, später ein Teil des Jemen, in seiner Moschee. Als die Zeit für ihr Gebet kam, wendeten sie sich nach Osten und beteten. Der Prophet ordnete an, dass sie in der Moschee gelassen werden sollten und ihnen kein Schaden zugefügt werden durfte.

Politik

Es gibt ebenfalls Beispiele aus dem Leben des Propheten, in denen er mit Menschen anderen Glaubens auch auf politischer Ebene kooperierte. Er wählte einen Nicht-Muslim, Amr ibn Umaiyah ad-Damri aus, um ihn als Botschafter zu Negus zu schicken, dem König von Äthiopien Dies sind nur ein paar Beispiele für die Toleranz des Propheten anderen Religionen gegenüber. Der Islam erkennt an, dass es eine Vielzahl von Religionen auf dieser Erde gibt und gibt den einzelnen Menschen das Recht, den Weg auszuwählen, den sie für richtig halten. Ein Individuum kann nicht gegen seinen Willen und wurde nie gegen seinen Willen zur Religion gezwungen und diese Beispiele aus dem Leben des Propheten, sind eine Zusammenfassung des Qur´anverses, der Toleranz in der Religion befiehlt und eine Richtlinie für die zwischenmenschlichen Beziehungen von Muslimen mit Andersgläubigen darstellt. Gott sagt:

“…Es gibt keinen Zwang im Glauben...” (Quran 2:256)

Die Barmherzigkeit Muhammads gegenüber Nicht-Muslimen

Der Prophet Muhammad - Gottes Lob und Friede seien auf ihm - wurde als “Gnade für alle Welten” angekündigt, wie Gott im Quran sagte: “Wir sandten dich als Gnade für alle Welten.”

Die Empfänger dieser Gnade waren nicht nur auf die muslimische Gemeinschaft beschränkt, sondern auch Nicht-Muslime, von denen manche alle ihre Anstrengungen darauf konzentrierten, dem Propheten und seiner Botschaft zu schaden. Diese Gnade und Barmherzigkeit zeigt ganz deutlich die Tatsache, dass der Prophet, möge Gott ihn loben, niemals aus persönlichen Gründen Rache an jemandem übte und sogar seinen Erbittertesten Feinden ihre Angriffe auf seine eigene Person verzieh. A´ischa sagte, dass der Prophet nie aus eigenem Antrieb Rache an irgendjemandem übte. Sie betonte auch, dass er niemals Schlechtes mit Schlechtem vergolt, aber er pflegte, zu vergeben und zu verzeihen. Dies wird – wenn Gott will – nach einer eingehenden Analyse der folgenden Stationen seines Lebens verdeutlicht werden.

Zu einem früheren Zeitpunkt seiner Mission reiste der Prophet in die Stadt Taif, die sich in den Bergen in der Nähe von Mekka befindet, um die Bewohner zum Islam einzuladen. Die Führer Taifs behandelten den Propheten allerdings unzivilisiert und grob. Sie begnügten sich aber nicht nur mit ihrem unverschämten Verhalten ihm gegenüber, sondern wiegelten obendrein auch mehrere Banden in der Stadt gegen ihn auf, die ihn belästigten. Der Pöbel verfolgte den Propheten schreiend, beschimpfend und mit Steinen nach ihm werfend, bis er gezwungen war, Zuflucht in einem Obstgarten zu suchen. Offensichtlich hatte der Prophet in Taif sogar noch mehr Hindernisse zu ertragen als in Mekka. Diese Rohlinge stellten sich auf beiden Straßenseiten auf, bewarfen ihn mit Steinen, bis seine Füße verletzt waren und blutverschmiert waren. Diese Niedergeschlagenheit bedrückte den Propheten so tief und stieß ihn in einen Zustand von Traurigkeit, so dass er spontan ein Gebet sprach, in dem er seine Hilfslosigkeit und Verzweiflung zum Ausdruck brachte und Gott um Hilfe anflehte:

“O Gott, bei Dir beklage ich meine Schwäche, meinen Mangel an Zuflucht und die Demütigung vor diesen Menschen. Du bist der Gnädigste, der Herr der Schwachen und mein Meister. Wem willst Du mich überlassen? Jemandem fremden, mit einem bösen Willen oder einem Feind, der Macht über mich hat? Wenn Du mir keinen Wert beimisst, stört mich das nicht, denn Deine überreiche Gunst ist mit mir. Ich suche Zuflucht im Licht Deiner Zufriedenheit, durch das alles Dunkel sich verstreut und jede Angelegenheit dieser Welt und der Nächsten richtiggestellt wird, damit nicht Dein Ärger oder das Licht Deines Missfallens auf mich herabkommt. Ich benötige nur Deine Zufriedenheit und Deine Genugtuung, denn nur Du befähigst mich, Gutes zu tun und das Böse zu vermeiden. Es gibt keine Kraft und keine Macht außer Dir.”

Da sandte der Herr den Engel der Berge, der den Propheten um Erlaubnis bat, die beiden Berge zusammenzuschieben und die Stadt Taif zu zermalmen, die zwischen ihnen liegt. Aus seiner großartigen Duldsamkeit und Gnade heraus antwortete der Gesandte Gottes:

“Nein! Denn ich hoffe, dass Gott aus ihren Lenden Menschen hervorbringt, die Gott Allein anbeten werden und Ihm nichts zur Seite stellen.” (Sahih Muslim)

Seine Gnade und sein Mitgefühl waren so großartig, dass ihn Gott Selbst bei mehr als einer Gelegenheit dafür zurechtwies. Einer des größten Gegner des Islam und ein persönlicher Feind war Abdullah ibn Ubayy, der Führer der Heuchler von Medina. Nach außen hin behauptete er, Muslim zu sein, und heimlich fügte er den Muslimen und der Mission des Propheten sehr großen Schaden zu. Obwohl er über diese Dinge Bescheid wusste, betete der Prophet das Totengebet für ihn und bat Gott um Vergebung für ihn. Der Quran erwähnt diesen Vorfall mit den Worten: “(O Muhammad,) Und bete nie für einen von ihnen, der stirbt, noch stehe an seinem Grabe; (denn) sie glaubten nicht an Gott und an Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.”

Abdullah bin Ubayy arbeitete sein ganzes Leben lang gegen Muhammad und den Islam und er ließ keine Möglichkeit unversucht, um seine Mission in Verruf zu bringen und zu bekämpfen. Er zog seine dreihundert Helfer bei der Schlacht von Uhud zurück und brach damit den Muslimen fast auf einen Streich das Rückgrat. Er engagierte sich bei Intrigen und feindlichen Machenschaften gegen den Propheten des Islam und die Muslime. Er war es auch, der versuchte, Schande über den Propheten zu bringen, indem er seine Verbündeten anstiftete, fälschlicherweise A´ischa, die Frau des Propheten, des Ehebruchs zu beschuldigen, um ihn und seine Botschaft in Verruf zu bringen.

Die Gnade des Propheten erstreckte sich sogar auf jene, die seinen geliebten Onkel Hamzah getötet und dann dessen Körper geschändet hatten. Hamzah war einer der ersten, die den Islam angenommen hatten und dank seiner Stärke und seiner Stellung in der Hierarchie der Quraisch wendete er viel Schaden von den Muslimen ab. Ein abessinischer Sklave von Abu Sufyans Frau suchte in der Schlacht von Uhud gezielt nach Hamzah und tötete ihn. In der Nacht vor dem Sieg von Mekka akzeptierte Abu Sufyan den Islam aus Furcht vor der Rache des Propheten, möge Gott ihn loben. Der aber vergab ihm und übte für die Jahre der Feindschaft keine Vergeltung.

Nachdem der Sklave Hamzah getötet hatte, schändete Hind, Abu Sufyans Frau, seinen Körper, indem sie seine Brust aufschnitt und dessen Leber und Herz in Stücke riss. Als sie schließlich demütig zum Propheten kam und den Islam annahm, erkannte er sie, sagte aber nichts. Sie war so beeindruckt von seinem Großmut und seinem Format, dass sie sagte: “O Gesandter Gottes, kein Zelt war in meinen Augen verlassener als deines; aber heute ist in meinen Augen kein Zelt liebenswerter als deines.”

Ikrama, der Sohn von Abu Gahl, war ein erbitterter Feind des Propheten und des Islam. Nach dem Sieg von Mekka flüchtete er nach Jemen. Nachdem seine Frau den Islam angenommen hatte, brachte sie ihn unter ihrem Schutz zum Propheten Muhammad. Er war so erfreut, ihn zu sehen, dass er ihn mit folgenden Worten begrüßte:

“O ausgewanderter Reiter, sei willkommen.”

Safwan bin Umaya, einer der Stammesführer in Mekka, war ebenfalls ein erbitterter Feind Muhammads und des Islam. Er versprach Umair ibn Wahab eine Belohnung, wenn es ihm gelingen sollte, Muhammad zu töten. Als Mekka erobert wurde, flüchtete Safwan nach Jeddah in der Hoffnung, einen Ankerplatz zu finden, von dem aus er per Boot nach Jemen gelangen könnte. Umair ibn Wahab kam zu Muhammad und sagte: “O Gesandter Gottes! Safwan ibn Umayya, der Führer seines Stammes, ist aus Angst vor dem, was du ihm antun könntest, geflohen und droht, sich ins Meer zu stürzen.” Der Prophet schickte ihm eine Garantie für seine Sicherheit und als er zurückkehrte, bat er Muhammad um zwei Monate Bedenkzeit, um eine Entscheidung zu fällen. Ihm wurden vier Monate gewährt, nach denen er aus freiem Willen Muslim wurde.

Habir ibn al-Aswad war ein anderer gefährlicher Feind Muhammads und des Islam. Er fügte Zainab, der Tochter des Edlen Propheten, als sie nach Medina auswandern wollte, eine ernsthafte Verletzung zu. Sie war schwanger, als sie ihre Auswanderung begann und die Götzendiener von Mekka versuchten, sie davon abzuhalten. Jener Mann, Habbar bin al-Aswad, griff sie körperlich an, so dass sie vom Kamel fiel. Durch ihren Sturz verlor sie ihr Baby und sie selbst verletzte sich schwer. Er hat auch noch zahlreiche andere Verbrechen an Muslimen verübt. Er wollte nach Persien fliehen, entschied sich aber doch, stattdessen zu Muhammad zu kommen und der Prophet vergab ihm großmütig.

Die Erzfeinde des Islam waren vom Stamm der Quraisch, und in den dreizehn Jahren, als er noch in Mekka verweilte, tadelten sie den Propheten, verspotteten und verhöhnten ihn, schlugen und misshandelten ihn sowohl psychisch als auch körperlich. Sie legten ihm die Nachgeburt eines Kamels auf seinen Rücken, als er betete, und sie boykottierten ihn und seinen Stamm, bis die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen unerträglich wurden. Sie planten und versuchten bei mehr als einer Gelegenheit, den Propheten zu töten und als dieser nach Medina flüchtete, sammelten sie die Mehrheit der arabischen Stämme und führten viele Kriege gegen ihn. Als er schließlich mit einer Armee von 10.000 Kämpfern siegreich in Mekka einzog, übte er an keinem Rache. Der Prophet sagte zu den Quraisch:

“O Stamm der Quraisch! Was denkt ihr, was ich mit euch machen werde?”

In der Hoffnung auf eine positive Antwort sagten sie: “Du wirst Gutes tun. Du bist ein edler Bruder, der Sohn eines edlen Bruders.” Der Prophet sagte darauf:

“Dann sage ich euch, was Josef zu seinen Brüdern gesagt hatte: ‘Es gibt keine Schande für euch.’ Geht! Denn ihr seid alle frei!”[3]

In den Geschichtsbüchern finden wir höchst selten derartige Augenblicke der Vergebung. Sogar seinem Todfeind Abu Sufyan, der viele Schlachten gegen den Islam führte, hat er vergeben, wie jedem anderen, der in seinem Haus geblieben war und ihn nicht bekämpft hatte.

Der Propheten, möge Gott ihn loben, verzieh alles; und kein Verbrechen oder kein Überfall an ihm war zu groß, um nicht von ihm vergeben zu werden. Er war das vollkommene Beispiel für Vergebung und Großmütigkeit, wie in den folgenden Versen des Quran erwähnt wird:

“Übe Nachsicht (, o Muhammad), gebiete das Rechte und wende dich von den Unwissenden ab.” (Quran 7:199)

Immer vergolt er Böses mit dem Guten der Vergebung und mit nachsichtigem Verhalten, denn es war seine Ansicht, dass das Antidot besser ist als das Gift. Er glaubte und handelte nach der Regel, dass Liebe den Hass vereitelt und Aggression durch Vergebung überwunden werden kann. Er überwältigte die Unwissenheit der Menschen mit dem Wissen des Islam, und die Torheit und das Schlechte der Menschen mit seinem großzügigen und verzeihenden Umgang mit ihnen. Mit seiner Barmherzigkeit befreite er die Menschen von Knechtschaft, von Sünde und Verbrechen und er machte sie zu Anhängern des Islam. Er war ein Abbild des Quranverses;

“Und nimmer sind das Gute und das Böse gleich. Wehre (das Böse) in bester Art ab, und siehe da, der, zwischen dem und dir Feindschaft herrschte, wird wie ein treuer Freund sein.” (Quran 41:34)

Quelle: islamreligion.com

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Der Prophet – Friede und Segen seien auf ihm – sagte in seiner Abschiedsrede:

„Ihr Menschen! Hört meine Worte, denn ich weiß nicht ob ich nach diesem

Jahr noch einmal an diesem Ort mit Euch zusammentreffen werde.

Ihr Menschen! Wahrlich, Euer Blut, Euer Eigentum, Eure Würde sind

unverletzlich.

Meine Freunde! Wem ein Gut anvertraut wurde, der gebe es dem zurück,

der es ihm anvertraut hat. Wisset, dass jeglicher Zins aufgehoben wurde.

Allah hat so entschieden. Weder unterdrückt, noch lasst Euch

unterdrücken.

Gefährten! Alle Bräuche aus den Tagen der Unwissenheit wurden

aufgehoben, sie liegen unter meinen Füßen. Abgeschafft ist auch jegliche

Blutschuld aus der Zeit der Unwissenheit.

Ihr Menschen! Hört auf meinen Rat und beachtet die Rechte der Frauen,

fürchtet Euch vor Allah teala. Allah hat sie Euch ja anvertraut, und mit

ihnen zu verkehren wurde Euch durch die Worte Allahs erlaubt. Ihr habt

gewisse Rechte gegenüber Euren Frauen, und Eure Frauen haben gewisse

Rechte Euch gegenüber.

Ihr Gläubigen! Ich hinterlasse Euch zwei Dinge. Wenn Ihr an diesen

festhaltet, werdet Ihr nicht fehlgehen. Sie sind das Buch Allahs und die

Sunna seines Propheten.

Ihr Gläubigen! Hört meine Worte und prägt sie Euch ein. Der Muslim ist

dem Muslim sein Bruder. Für den Muslim ist das Blut und das Hab und Gut

seines Bruders unantastbar.

Ihr Menschen! Fürwahr, Eurer Herr ist ein Einziger, und Ihr stammt alle

von einem Urvater ab. Ihr alle seit Adams Kinder und Adam wurde

erschaffen aus der Erde. Ein Araber hat keinen Vorzug vor einem

Nichtaraber, und ein Nichtaraber hat keinen Vorzug vor einem Araber,

noch ist ein Weißer besser als ein Schwarzer oder ein Schwarzer besser

als ein Weißer. Größe besteht nur in der Gottesfürchtigkeit. Der Beste bei

Allah ist der mit der größten Ehrfurcht vor ihm.

Ihr Gläubigen! Und hütet Euch davor, in religiösen Dingen die Grenzen zu

überschreiten, denn diejenigen, die vor Euch waren, stürzten durch

Überschreiten der Grenzen der Religion ins Verderben. Haltet Euch

unbedingt von diesen vier Sünden fern: Gesellt Allah keine Götter bei,

nehmt nicht das Leben, dass Allah zu unantastbar erklärt hat, begeht

keinen Ehebruch und stehlt nicht.

Ihr Menschen! Ihr werdet über mich befragt werden, was werdet Ihr also

sagen?“

Daraufhin sagten die Gefährten: „Wir bezeugen, dass Du die Botschaft

verkündet, das Prophetentum erfüllt und uns aufrichtigen Rat gegeben

hast.“ Daraufhin hob Allahs Gesandter (s.) seinen Zeigefinger zum Himmel,

deutete dann auf die Leute und sagte:

„Oh Allah sei mein Zeuge! O Allah, sei mein Zeuge! O Allah, sei mein

Zeuge!“

 

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Muhammad wurde im Jahr 570 in Makkah geboren. Weil sein Vater noch vor seiner Geburt starb und seine Mutter kurze Zeit später, wuchs er bei seinem Onkel auf, der dem einflussreichen Stamm der Quraisch angehörte. Er wuchs ungebildet auf, des Lesens und Schreibens unkundig, und blieb es bis zu seinem Tod. Vor seiner Berufung zum Propheten kannte sein Volk keine Wissenschaften und die meisten von ihnen waren Analphabeten. Als er heranwuchs, wurde er für seine Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Großzügigkeit und Ernsthaftigkeit bekannt. Er war so vertrauenswürdig, dass sie ihn „den Vertrauenswürdigen“ nannten. Muhammad war sehr religiös und der Verfall und der Götzendienst seiner Gesellschaft war ihm schon lange verhasst.

Mit vierzig Jahren erhielt Muhammad seine erste Offenbarung von Gott durch den Engel Gabriel. Die Offenbarungen hielten über einen Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren an und sie alle zusammen bilden den Qur‘an.

Als er begann, den Qur‘an öffentlich  zu rezitieren und die Wahrheit, die Gott ihm offenbart hat, zu predigen, litten er und seine kleine Gruppe von Anhängern unter der Verfolgung durch die Ungläubigen. Diese Verfolgung wurde derart grausam, dass Gott ihnen im Jahr 622 den Befehl erteilte auszuwandern. Diese Emigration von Makkah in die Stadt Madinah, etwa 260 Meilen nördlich, kennzeichnet den Beginn des muslimischen Kalenders.

Nach einigen Jahren waren Muhammad und seine Gefährten in der Lage, nach Makkah zurückzukehren, wo sie ihren Feinden vergaben. Bevor Muhammad  im Alter von dreiundsechzig Jahren starb, hatte fast die gesamte arabische Halbinsel den Islam angenommen und innerhalb eines Jahrhunderts nach seinem Tod war der Islam auch im Westen bis nach Spanien und im Osten bis China vorgedrungen. Einige Gründe für die schnelle friedliche Ausbreitung des Islam sind die Wahrheit und Klarheit seiner Lehren. Islam ruft dazu auf an den einen Gott zu glauben, Der der Einzig Anbetungswürdige ist.

Der Prophet Muhammad war das vollkommene Beispiel eines zuverlässigen, gerechten, barmherzigen, mitleidvollen, ehrlichen und mutigen Menschen. Obwohl er ein Mann war, war er weit entfernt von allen schlechten Eigenschaften und strebte einzig und allein für den Willen Gottes und seine Belohnung im Jenseits. Darüber hinaus war er immer bei allen Taten und Verhandlungen bewusst und gottesfürchtig.

Quelle: http://www.islam-guide.com

Der Prophet Muhammad

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1. Wer war Muhammad (Friede sei auf Ihn)?

Muhammad (a.s.) wurde um das Jahr 570 n.Chr. in der Stadt Mekka in Arabien als Mitglied des angesehenen Stammes der Quraisch geboren. Seine Abstammung geht auf den Propheten Ismael, den Sohn Abrahams, zurück. Die Quraisch hatten in jener Zeit auf der Arabischen Halbinsel die einflussreichste Position unter den Arabern inne, weil in Mekka das Heiligtum der Kaaba, das Abraham mit seinem Sohn errichtet hatte, stand. In vorislamischer Zeit war die Kaaba ein Wallfahrtsort für die damals mehrheitlich polytheistischen Araber. Muhammads (a.s.) Vater starb schon vor dessen Geburt und seine Mutter, als er sechs Jahre alt war. Er wurde, wie in jenen Tagen häufig, von einer Amme aufgezogen, später dann von seinem Großvater und danach von seinem Onkel aufgenommen. Sie waren Kaufleute und so wurde auch Muhammad (a.s.) Kaufmann. Zwar besuchte er keine Schule, aber durch die praktische Ausbildung, die mit zahlreichen Reisen verbunden war, erwarb er sich umfassende Kenntnisse. Von seiner Jugend an war er als rechtschaffener Mensch bekannt, was ihm unter seinen Landsleuten den Beinamen al-Amin (der Vertrauenswürdige) einbrachte. Als er älter geworden war, arbeitete Muhammad (a.s.) für eine reiche Kaufmannswitwe namens Khadidscha. Beeindruckt von seinen Fähigkeiten, besonders auch von seinen Charaktereigenschaften und seiner tadellosen Lebensführung, bot ihm Khadidscha die Ehe an. Sie war zu diesem Zeitpunkt etwa vierzig Jahre alt und Muhammad (a.s.) fünfundzwanzig. Sie heirateten und bekamen vier Töchter und zwei Söhne2, wovon einer kurz nach der Geburt verstarb. Die Überlieferungen berichten, dass sie von da an eine sehr glückliche Ehe führten.

 2. Wie wurde (der Prophet) Muhammad (a.s.) zum Propheten berufen?

Schon Jahre vor der ersten Offenbarung pflegte Muhammad (a.s.) sich zur Meditation auf einen Berg in der Nähe von Mekka zurückzuziehen. Er spürte, dass die Glaubensüberzeugungen, Riten und Traditionen seines Stammes, die auf Vielgötterei gründeten, die Menschen in die Irre führten und von ihrer Bestimmung als Geschöpfe Gottes entfernten. In einer Höhle dachte er über all dies nach, ohne aber eine Lösung und Perspektive zu finden. Im Jahre 610 n.Chr. als er sich wieder einmal alleine in der Höhle zum Nachsinnen und Gottgedenken zurückgezogen hatte, erschien ihm der Engel Gabriel und verkündete ihm, dass er von dem einen einzigen Gott zum Propheten auserwählt worden sei und übermittelte ihm die ersten Offenbarungen des Koran.  

3. Waren die Offenbarungen nur Einbildung?

Muhammad (a.s.) hatte weder an so etwas wie eine Offenbarung gedacht, noch war ihm dies auf irgendeine Weise geläufig. Ein Engel erschien ihm in der Höhle und forderte ihn auf, etwas zu rezitieren. Er stand so sehr unter dem Eindruck der Begegnung mit dem Engel und seiner Aufforderung, die ersten Verse der Offenbarung des Koran zu rezitieren, dass er ganz verwirrt nach Hause kam. Zitternd bat er seine Frau, ihn mit Decken einzuhüllen. Er erzählte ihr von seinem Erlebnis und bat sie um Rat. Sie antwortete, dass er allen Menschen gegenüber freundlich und gerecht sei und den Notleidenden zur Hilfe eile. Deshalb glaube sie nicht, dass Gott ihn im Stich lassen würde. Seine Frau nahm Muhammad (a.s.) dann zu einem Verwandten mit, der in den Heiligen Schriften bewandert war. Muhammad (a.s.) erzählte dem alten Mann alles, was er erlebt hatte. Dieser bestätigte, dass er den Engel Gabriel gesehen hatte, der vorher auch den früheren Propheten erschienen war.

5. Was unterscheidet Muhammad (a.s.) von anderen Propheten?

Unter den zuvor genannten Aspekten, nämlich Gottes Botschaft zu predigen und vorzuleben, unterscheiden sich die Propheten nicht voneinander. So ist es nicht verwunderlich, dass, angefangen vom ersten Menschen und Propheten Adam (a.s.)*, bis zum abschließenden Propheten Muhammad (s), alle die Gottergebenheit (arab.:islam) verkündeten. Es wird überliefert, dass Allah mehr als zweihunderttausend Propheten berief und jedes Volk in der Geschichte mit einem Gottgesandten gesegnet wurde (Koran 16:36). Wir kennen nur 25 dieser Propheten namentlich, da sie im Koran stehen. Unter ihnen befinden sich die Propheten Noah, Abraham, David, Moses, Johannes der Täufer, die auch in der Bibel erwähnt werden und zudem Jesus (a.s.)

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Wenn wir das Leben von Muhammad vor seiner Berufung als Prophet vergleichen mit dem nach Beginn seiner Mission, ist es unvorstellbar zu denken, Muhammad sei ein falscher Prophet, der das Prophetentum benutze, um dadurch materielle Gewinne, Macht, Ruhm oder Kraft zu erlangen.

Vor seiner Berufung zum Propheten hatte Muhammad keine finanziellen Sorgen. Als erfolgreicher und angesehener Kaufmann verfügte Muhammad  über ein befriedigendes und ausreichendes Einkommen. Nach und wegen seiner Berufung als Prophet ging es ihm materiell schlechter. Dies zeigen unter anderem folgende Aussprüche über sein Leben:

-Sahl Ibn Sa‘d, einer von Gefährten, sagte: „Der Prophet Gottes sah kein Brot aus feinem Mehl von der Zeit als Gott ihn (als Propheten) entsandte bis zu seinem Tod.” 

-Aa’isha, Muhammads Frau, sagte: „Die Matte des Propheten , auf der er schlief, war aus Leder gestopft mit den Fasern der Dattelpalme.”

Ist es möglich, dass Muhammad sich als Prophet ausgab, um Ansehen, Macht oder Größe zu erlangen? Das Verlangen, Ansehen und Macht zu genießen, wird normalerweise mit gutem Essen, außergewöhnlicher Kleidung, riesigen Palästen, Soldaten und unanfechtbarer Autorität verbunden. Nichts davon trifft auf Muhammad  zu. Ein kurzer Einblick in sein Leben wird diese Frage klären.

Trotz seiner Verantwortung als Prophet, Lehrer, Staatsführer und Richter, pflegte Muhammad Kleider zu stopfen, seine Schuhe zu reparieren, bei der Hausarbeit zu helfen und arme Leute zu besuchen, wenn sie krank wurden. Er half auch seinen Gefährten einen Graben auszuheben. Sein Leben war ein erstaunliches Beispiel für Anspruchslosigkeit und Demut.

Muhammads Anhänger liebten ihn, respektierten ihn und vertrauten ihm in einem erstaunlichen Ausmaß. Er betonte wiederholt, dass nur Gott angebetet werden darf, nicht er persönlich. Anas, einer von Muhammads Gefährten, berichtete, dass es keine Person gab, die sie mehr liebten, als den Propheten. Doch wenn er zu ihnen kam, standen sie nicht für ihn auf, denn er mochte es nicht, wenn sie für ihn aufstanden, wie es andere Völker für ihre Herrscher tun.

Lange bevor es irgendeine Aussicht auf Erfolg für den Islam gab, zu einer Zeit, als Muhammad und seine Gefährten verfolgt und unterdrückt wurden, erhielt Muhammad ein interessantes Angebot.  Ein Abgesandter der heidnischen Führer, namens ‘Utbah, kam zu ihm und sprach: „...Wenn du Geld möchtest, werden wir genug Geld für dich sammeln, sodass du der Reichste unter uns sein wirst. Wenn du Herrschaft willst, werden wir dich zu unserem Führer nehmen und nichts ohne deine Zustimmung entscheiden. Wenn du ein Königreich willst, werden wir dich zu unserem König krönen...” Ein einziges Zugeständnis wurde von Muhammad als Gegenleistung verlangt: Er sollte aufhören, das Volk zum Islam zu rufen.  Dieses Angebot ist eine Versuchung für jemanden, der die weltlichen Dinge verfolgt. Jedoch Muhammad wies dieses Angebot zurück und sagte:

 „Wenn sie mir die Sonne in meine Rechte und den Mond in meine Linke gäben, dafür dass ich diese Sache (die Menschen zum Islam zu rufen) aufgebe, werde ich nicht davon ablassen, bis Gott es entweder siegreich macht oder ich bei der Verteidigung zugrunde gehe.“

 

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Der Prophet Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm!) war der letzte Prophet Gottes. Selbst bevor er die Offenbarung bekam, war der Prophet Mohammed bekannt für seinen ausgezeichneten Anstand und seine Rechtschaffenheit. Ihm wurde der Titel "Der Vertrauenswürdige" von seinen Mitmenschen gegeben. Demütig und freundlich, fürsorglich gegenüber den Kindern, den Kranken und den Älteren, brachte der Prophet Mohammed seinen Leuten die Botschaft des Monotheismus bei. Er lehrte ihnen auch die Nächstenliebe, den Respekt der Familienbeziehungen und das Vermeiden des Tribalismus und des Rassismus.

Er predigte die Gleichheit der Geschlechter und die Wichtigkeit des Friedens und der Barmherzigkeit. Trotz der Schwierigkeiten und Hindernisse die ihm begegneten, als er die Botschaft des Islams überbrachte- einschließlich körperlicher Misshandlung, Spott und die Vertreibung aus seiner Stadt durch seine Mitmenschen-, hielt er fest an seiner Botschaft (dass es keinen Gott gibt, der anbetungswürdig ist, außer Gott) und predigte den Islam 13 Jahre lang in Mekkah und 10 Jahre in Madinah. In der Tat wurde über ihn berichtet, dass er selbst wenn seine Leute ihm die Sonne und den Mond anbieten würden (als Bestechungsgelder), er niemals von der Botschaft des Islams ablassen würde.

Wichtig ist zu erwähnen, dass die Muslime den Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm!) nicht anbeten. Wir glauben nicht daran, dass er ein übernatürlicher Mensch oder eine göttliche Gestalt war, vielmehr war er ein perfektes Beispiel für die gesamte Menschheit und das Vorbild aller Generationen der Muslime. Seine Botschaft hat einen universellen Charakter und ist für alle Zeiten aktuell. Er war ein Mann, der uns den Weg zu Gott zeigte. Wir, bei Chat Islam Online, wären sehr erfreut, wenn wir all Ihre Zweifel klären und Ihnen alle Fragen zum Propheten Mohammed beantworten könnten.

 

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