Der islamische Glaube

Der islamische Glaube (3)

Allahs schönste Namen

Gelesen 7654 mal
Artikel bewerten
(13 Stimmen)

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen


1. Allah
Der einzige zu Recht Angebetete und Verehrte
2. Ar-Rahman
Der Seiner gesamten Schöpfung Gnädige
3. Ar-Rahiem
Der Seinen Dienern Barmherzigkeit Erweisende
4. Al-Malik
Der Herrscher und König; niemand außer ihm hat die Eigenschaft der absoluten Herrschaft, und deswegen sind alle Menschen vor Ihm gleich. Alle Geschöpfe sind seine Diener, und niemand darf einem anderen dienen.
5. Al-Qudduus
Der Heilige, der Einzigheilige, und nur Ihm gehört alle Lobpreisung
6. As-Salaam
Er selbst ist der Friede, und er ist der Verleiher des Friedens; sich Ihm zu unterwerfen, bedeutet inneren Frieden zu finden, und nur die Gesellschaft oder Gemeinschaft, die seine Anordnungen befolgt, findet wirklichen Frieden. Auch der oft erwähnte Weltfrieden kann nur dann erreicht werden, wenn alle Menschen Gott als solchen anerkennen und sein Gesetzt befolgen
7. Al-Mu'min
Der Verleiher der Sicherheit, und er verleiht sie denjenigen, die Seine Herrschaft anerkennen und Seinen Gesetzen folgen
8. Al-Muhaimin
Der Beherrscher, der das ganze Universum unter Seiner Kontrolle hält Er ist der Beschützer und der Bewacher Nur bei Ihm findet der Mensch wirklichen Schutz
9. Al-Aziz
Der Allmächtige; alle Macht geht von Ihm aus, und ohne Sein Wollen hätte nichts und niemand Macht
10. Al-Dschabbaar
Der Unterwerfer, der alles nach Seinem Willen unterwerfen kann und der am jüngsten Tag alles unterwerfen wird
11. Al-Mutakabbir
Der Stolze, der auf sein Werk mit Recht stolz sein kann, denn Sein Werk und Er selbst ist vollkommen
12. Al-Khaliq
Der Schöpfer, der alles, was wir sehen und was wir nicht sehen durch die einfach Formel sei geschaffen hat
13. Al-Bary
Der Erschaffer, der alles aus dem Nichts erschuf
14. Al-Musawwir
Der Erschaffer, der jedem Ding seine Form und Gestalt gibt
15. Al-Ghaffar
Der große Verzeiher, der demjenigen, der sich versündigt hat und sich dann wieder Gott zuwendet, sofort vergibt, wenn dessen Reue echt ist
16. Al-Qahhaar
Der Alles-Bezwinger; niemand kann sich Seinem Willen widersetzen
17. Al-Wahhab
Der Verleiher und Geber, der seine Gaben an die Menschen verteilt, damit diese sie gemäß den Gesetzen Gottes zur Erreichung des Wohls der Menschheit benutzen
18. Ar-Razzaq
Der Versorger, der die Dinge nicht nur geschaffen hat, sondern sie auch weiter unterhält Er versorgt in Seiner Güte sowohl die, die an ihn glauben, als auch die, die nicht an ihn glauben
19. Al-Fattah
Der Öffner der Türen zum Wissen und zum Erfolg in dieser und in der nächsten Welt
20. Al-Aliem
Der Allwissende, dem nicht die kleinste Tat, noch das leiseste Wort, noch der flüchtigste Gedanke entgeht
21. Al-Qabidh
Der die Gaben nach Seinem Ermessen zurückhält
22. Al-Baaset
Der diese Gaben aber auch ausreichend und großzügig gewährt.
23. Al-Khaafedh
Der Erniedriger der Hochmütigen und zu Unrecht Stolzen
24. Ar-Raafie
Der Erhörer der Demütigen und Bescheidenen
25. Al-Mu'izz
Der Verleiher der Ehre, denn wirkliche Ehre kommt weder von Geld, noch von etwas anderem, nur Gott allein kann einem Menschen wirkliche Ehre verleihen
26. Al-Mudhill
Der Demütiger der Unterdrücker ihrer Mitmenschen und derjenigen, die sich anmaßen, mehr sein zu wollen als nur Diener Gottes.
27. As-Samii'
Der Allhörende, der alles, was er hört, umfassend und detailliert wahrnimmt.
28. Al-Basier
Der Allsehende, der alles, was Er sieht, umfassend und detailliert wahrnimmt
29. Al-Hakam
Der weise Richter.
30. Al-Adl
Der Gerechte, der jeden Menschen mit absoluter Gerechtigkeit richten wird.
31. Al-Latif
Der das Feinste in allen Dimensionen erfaßt, der Feinfühlige, der Gütige
32. Al-Khabir
Der Kundige, der um die kleinsten Rechnungen des Herzens Wissende.
33. Al-Halim
Der Nachsichtige für all diejenigen, die in ihrer Schwäche sündigen, sich dann aber wieder Gott zuwenden
34. Al-Adhim
Der Erhabene, nichts ist erhabener als Er, und Seine Zufriedenheit zu erlangen, ist das höchste Ziel eines jeden Muslims.
35. Al-Ghafur
Der stets Verzeihende, der Seinen Dienerern viel mehr vergibt, als sie es jemals erwarten oder verdienen.
36. Asch-Schakur
Der Dankbare, der seinem Diener auch für die kleinste Tat große Belohnung zukommen läßt.
37. Al-`Aly
Der Höchste, Dessen Stellung unvorstellbar ist
38. Al-Kabir
Der Große, Dessen Größe weder wahrnehmbar noch vorstellbar ist.
39. Al-Hafidh
Der Erhalter, der die Taten seiner Diener bis zur Rechenschaft am jüngsten Tag erhält Er ist der Beschützer, ohne den es keinen Schutz gibt und vor dem niemand beschützen kann.
40. Al-Muqit
Der alle Ernährende
41. Al-Hasib
Der genau Berechnende.
42. Al-Dschalil
Der Majestätische.
43. Al-Karim
Der Ehrenvolle, der Großzügige, der die Menschen am jüngsten Tag für begrenzte gute Taten mit unbegrenztem Guten belohnen wird.
44. Al-Raqib
Der Wachsame, dem nichts entgeht.
45. Al-Mujib
Der Erhörer der Gebete.
46. Al-Wasi'
Der mit seiner Wohltätigkeit und Seinem Wissen alles Umfassende.
47. Al-Hakim
Der Allweise, dessen Entscheidung immer zum besten Seiner Diener ist, auch wenn sie es oft nicht verstehen.
48. Al-Wadud
Der Liebevolle, der alles mit seiner Liebe Umfassende
49. Al-Majid
Der Glorreiche.
50. Al-Ba`ith
Der die Menschen am jüngsten Tag wieder zum Leben erwecken wird.
51. Asch-Schahid
Der Zeuge, der niemals abwesend ist.
52. Al-Haqq
Der Wahrhaftige, der die Wahrheit, die absolute Wahrheit darstellt.
53. Al-Wakil
Der Vertrauenswürdige, auf den man vertrauen und sich in jeder Situation verlassen kann
54. Al-Qawi
Der Mächtige.
55. Al-Matin
Der Starke in der Hilfe und der Bestrafung
56. Al-Wali
Der Schutzherr eines jeden, der seinen Schutz und seine Leitung braucht
57. Al-Hamid
Der Preiswürdige, dem aller Dank gehört.
58. Al-Muhsi
Der alles Aufzeichnende
59. Al-Mubdi
Der Urheber alles Geschaffenen aus dem Nichts.
60. Al-Mu'id
Der alles wieder zum Leben erwecken wird.
61. Al-Muhyi
Der Lebensspendende
62. Al-Mumit
Der, in dessen Hand der Tod ist.
63. Al-Hayy
Der aus sich selbst Lebende
64. Al-Qayyum
Der, ohne dessen Hilfe nichts bestehen kann, für Seine Existenz ist er jedoch auf nichts angewiesen.
65. Al-Wajed
Der Former, der allen Dingen ihr Sein verliehen hat.
66. Al-Majid
Der Ruhmvolle.
67. Al-Wahed
Der Eine, der niemanden neben sich hat.
68. Al-Ahad
der Einzige, der niemand ähnelt.
69. As-Samad
Der von allem und jedem Unabhängige.
70. Al-Qadir
Der zu allem Fähige, der Besitzer aller Macht und Autorität Von ihm gehen alle Gesetze aus, und Er ist die einzige Quelle des gutgewollten Systems, des Islam Alle Menschen unterstehen seinen Gesetzen, und niemand, auch die vereinte Menschheit nicht, kann sich über die von Ihm erlassenen Gesetze hinwegsetzen, ohne dabei an Leib und Seele Schaden zu nehmen
71. Al-Muqtader
Der Vermögend unde Der absolute Fähige.
72. Al-Muqaddim
Der Hervorheber, der jemandem nach Seinem Willen zu besseren Lebensstandard verhilft Er ist es, der die Menschheit mit allen Mitteln des wirklichen Fortschritts versorgt
73. Al-Mu'akhir
Der aufschieben kann, wann er will und zurückdringen, wen er will.
74. Al-Awal
Der Erste ohne Beginn
75. Al-Akher
Der Letzte ohne Ende.
76. Al-Dhaher
Der Offenbare, auf dessen Existenz alles Geschaffene klar hinweist
77. Al-Baten
Der Verborgene, den niemand wirklich begreifen kann, denn Er ist absolut anders als alles, was wir uns vorstellen können.
78. Al-Waali
Der einzige und absolute Herrscher Vor ihm muß der Mensch über all sein Tun und Lassen Rechenschaft ablegen.
79. Al-Muta`ali
Der über jegliche Mangelhaftigkeit Erhabene.
80. Al-Barr
Der Wohltätige.
81. Al-Tawwab
Der die Reue seiner Diener Annehmende.
82. Al-Muntaqim
Der gerechte Vergelter.
83. Al-Afu
Der Vergeber der Sünden.
84. Ar-Rauuf
Der Gnädige.
85. Malek-al-Mulk
Inhaber aller Reichtümer
86. Fhul-Jalali-wal-Ikram
Derjenige, dem die Majestät und die Ehre eigen sind.
87. Al-muqsit
Der absolut gerecht Handelnde
88. Al-Jame'
Der alle Menschen am jüngsten Tag versammeln wird
89. Al-Ghany
Der Reiche, der niemanden braucht
90. Al-Mughni
Der Verleiher der Reichtümer.
91. Al-Mane'
Der den Untergang Verhindernde
92. Ad-Dhaar
ohne dessen Erlaubnis niemandem etwas zustoßen kann
93. An-Naafe'
Der Wohltäter, der der Menschheit alle Wohltaten dieser Welt zukommen läßt
94. An-Nur
Das Licht, ohne dessen Erleuchtung der Mensch irregeführt wird und die Menschheit in Dunkelheit versinken würde
95. Al-Hadi
Der Führer zum rechten Weg, ohne dessen Führung die Menschheit sich selbst auslöschen würde.
96. Al-Badi
Der Schöpfer aller Dinge in ihrer schönsten Form
97. Al-Baaqi
Der ewig Bleibende
98. Al-Waarith
Der einzige Erbe, denn außer ihm ist nichts beständig.
99. Ar-Raschid
Der auf den richtigen Weg leitende
100. As-Sabur
Der Geduldige, der trotz des ewigen Ungehorsams der Menschen ihnen immer wieder Seine Leitung anbietet und sie barmherzig versorgt.

 

Existiert Gott?

Gelesen 5554 mal
Artikel bewerten
(6 Stimmen)

Im Koran sagt Allah: "Und Ich habe die Menschen und die Dschinnen

(Geister) nur deswegen erschaffen, damit sie Mir dienen."(51:56)

Dass der Mensch das Geschöpf Gottes ist und dass er Seinen Schöpfer anbeten soll ist also der Sinn und Zweck der Existenz des Menschen. Ohne dieses Anerkennen Gottes als Schöpfer und Herr ist das Leben folglich sinnlos. Nun stellt sich die Frage, wie der Mensch seinen Schöpfer erkennen kann. Zunächst müssen wir also einen Weg zu dieser Erkenntnis Gottes finden. Dieser Weg ist eine zentrale Frage, denn wenn wir nicht den richtigen Weg finden, kommen wir auch nicht zum erhofften Ziel.

Um den richtigen Weg zu beschreiben, wollen wir zunächst betrachten, wie sich diejenigen den Weg zur Erkenntnis vorstellen, welche die Existenz Gottes nicht anerkennen.

Heutzutage findet man oft zwei Gruppen von Nichtmuslimen:

Die Atheisten bzw. Materialisten, die klar die Existenz Allahs bestreiten mit dem Argument, dass sie Ihn nicht mit ihren Sinnesorganen erfassen können und die Agnostiker, die sagen, dass man nicht wissen kann, ob Gott existiert oder nicht und die sich dann auch nicht mehr viele Gedanken in diese Richtung machen. Wenn man jedoch beide Gruppen fragt, ob sie davon überzeugt sind, dass Radiowellen oder magnetische Felder existieren, sagen natürlich beide "ja" und würden sich über jemanden lustig machen und ihn als ungebildet zurückweisen, der die Existenz von Radiowellen und Magnetismus bestreitet. Jedoch kann man weder elektromagnetische Wellen, noch ein magnetisches Feld sehen oder hören - man erkennt die beiden Phänomene nur an deren Auswirkungen auf bestimmte Körper, wie z.B. Eisen.

Die Beschränktheit der menschlichen Sinne und auch des menschlichen Verstandes

An dem obigen Beispiel haben wir gesehen, dass einerseits der Mensch nicht

alles, was existiert, mit seinen Sinnen aufnehmen kann und zweitens, dass man längst nicht sagen kann, dass etwas nicht existiert, nur weil man es nicht sehen oder mit seinen Sinnen erfassen kann. Ebenso kommt man manchmal zu Fehlschlüssen, wenn man etwas mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, ohne den Verstand einzusetzen: Betrachtet man einen Stab, der senkrecht ins Wasser eingetaucht ist, so hat man den Eindruck, dass er an der Stelle, wo die Wasseroberfläche ist, gebrochen ist. In Wirklichkeit täuscht einen hier sowohl das Auge als auch der Verstand, dass dies ein physikalisch-optischer Effekt ist und dass der Stab in Wirklichkeit nicht gebrochen ist.

Es gibt einen schönen Witz, der sich in einer sechsten Klasse ereignet haben soll: Der Lehrer fragte die Schüler: "Seht ihr mich?", worauf sie antworteten: "Ja", worauf er sagte: "Also existiere ich." Er fuhr fort: "Seht ihr die Tafel?", worauf sie sagten: "Ja", worauf er sagte: "Also existiert die Tafel". Er fuhr weiter fort: "Seht ihr den Tisch?", worauf sie antworteten: "Ja", worauf er sagte: "Also existiert der Tisch". Dann fragte er: "Seht ihr Gott?", worauf sie antworteten: "Nein", worauf er sagte: "Also existiert Gott nicht!" Da stand ein intelligenter Schüler auf und sagte: "Seht ihr den Verstand des Lehrers?", worauf sie sagten: "Nein", worauf er sagte: "Also existiert der Verstand des Lehrers nicht!"

So viel zur Fähigkeit der menschlichen Sinne. Nun zum menschlichen Verstand: Der menschliche Verstand kann nur Dinge erfassen, die räumlich und zeitlich endlich sind. Beim Umgang mit Unendlichkeit arbeitet der Verstand nicht mehr richtig und verwickelt sich in Widersprüche.

Nachdem wir gesehen haben, dass erstens die menschlichen Sinne nicht alles, was existiert, erfassen können, und zweitens, der menschliche Verstand nur Dinge erfassen kann, die sowohl in der räumlichen und zeitlichen Dimension beschränkt sind, ist es nun leicht erkennbar, wo der Fehler bei den Atheisten liegt, die Gott leugnen, weil sie Ihn nicht sehen bzw. mit ihren Sinnen erfassen können: Allah der Herr der Welten und der Schöpfer aller Dinge, der Materie, Raum und Zeit erschaffen hat, unterliegt selbst nicht den Gesetzen von Raum und Zeit. Für Ihn selbst gilt weder Raum noch Zeit. Wenn man also den Schöpfer von Raum und Zeit noch nicht einmal mit dem Verstand erfassen kann, wie soll man denn dann erwarten, das man Ihn etwa sehen kann?!

Ebenso ist die Einstellung der Agnostiker absurd, die sich nicht weiter mit Gott befassen, weil sie sagen, dass man so etwas wie die Wahrheit der Existenz Gottes und die Wahrheit der Religion sowieso nicht herausfinden kann. Die Agnostiker akzeptieren aber nur ihren Verstand als Mittel der Erkenntnis. Wie wir gesehen haben, funktioniert der Verstand aber nicht mehr in Bereichen, die jenseits von räumlich und zeitlich endlicher Materie liegen.

Als Abschlussbemerkung können wir also festhalten, dass sowohl die Atheisten als auch die Agnostiker einen Weg eingeschlagen haben, der prinzipiell nicht zum Ziel führen kann! Der tiefe innere Beweggrund für eine solche Haltung, die erwartet, dass der Mensch alle Wahrheiten mit seinen Sinnen erfassen können muss, ist wohl eine Art Hochmut.

"Und es sagen diejenigen, die keine Begegnung mit Uns erhoffen: 'Warum werden nicht auf Uns die Engel herabgesandt, oder wir sehen unseren Herrn?' Sie wähnten sich schon groß hinsichtlich ihrer selbst und sie sind anmaßend auf große Weise."(25:21)

Der Weg zur Erkenntnis Allahs durch Seine Zeichen

Wir haben gesehen, dass wir Allah nicht direkt mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Nun stellt sich die Frage, wie wir denn dann die Existenz Allahs wahrnehmen können. Die Antwort lautet: durch die Spuren, die der Allmächtige in Seiner Schöpfung hinterlässt. Anstatt Spuren könnten wir auch Zeichen sagen.

"Und wieviele Zeichen sind in den Himmeln und auf der Erde, an denen sie vorbeigehen, ohne sie zu beachten!" (12:105) 

"Und sehen denn die Kafirun nicht, dass die Himmel und Erde beide etwas Zusammenhängendes waren, dann haben Wir sie auseinadergetrennt. Und Wir machten aus dem Wasser alles Lebendige. Wollen sie denn nicht Mu’minun werden?!" (21:30)

Es soll kurz erläutert werden, warum in einer Abhandlung, die überhaupt erst die Existenz Allahs beweisen soll, Koranverse angeführt werden. Warum werden hier Verse angeführt, wovon der Muslim weiß, dass sie von Allah geoffenbart wurden, obwohl manch einer, der den Text liest, möglicherweise noch nicht von der Existenz Allahs überzeugt ist - geschweige denn davon, dass der Koran Gottes Wort ist? Die Antwort lautet: Der Koran ist ein Buch, welches die Menschen auf den richtigen Weg führt. Es ist nicht nur ein Buch, welches Gebote und Verbote enthält, sondern auch dem Menschen aufzeigt, wie man die Wahrheit des Islam erkennen kann. Es führt die Menschen aus der Dunkelheit ins Licht. Es ist die Argumentationsführung Allahs.

"Und eines Seiner Zeichen ist es, dass Er euch aus Erdreich geschaffen hat, alsdann seid ihr Menschen geworden, die sich vermehren." (30:20) "Und eines von Seinen Zeichen ist es, dass Er euch von euch selber Gattinen geschaffen hat, damit ihr bei ihnen ruht. Und Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gemacht. Hierin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken." (30:21)

Viele Menschen glauben, dass die Entstehung der Sonne, der Erde und dann der niedrigen Aminosäuren, dann der Pflanzen, der Tiere und schließlich des

Menschen, der die Fähigkeit zu Gefühlen wie Liebe und Barmherzigkeit hat, eine Kette von Zufällen ist. Sie glauben, dass Atome entstanden sind, die miteinander verschiedene Verbindungen eingingen, bis schließlich der Mensch entstand. Doch woher kam das allererste Atom? Und noch eine Frage stellt sich: Warum soll in der Natur etwas Hochkomplexes und Vollkommenes zufällig entstanden sein, während in der Technik ein denkender, planender Mensch in keinster Weise ähnliches hervorbringen kann? Heutzutage sitzen sehr viele Wissenschaftler mit ihrer großen Intelligenz daran, Systeme zu entwickeln, die autonom arbeiten. Ein Fall ist z.B. die Entwicklung von Industrierobotern, die mit Hilfe von Sensoren Werkstücke erkennen sollen und dann mit Hilfe eines vorprogrammierten Steueralgorithmus diese Werkstücke transportieren sollen. Die Ergebnisse sind im Vergleich zu dem, was eine kleine Fliege kann, absolut lächerlich: Man muss bei einem Roboter mit Videokamera nur einmal die Lichtverhältnisse etwas verändern. Schon erkennt er das Werkstück, das er aufgreifen soll, nicht mehr.

Und dies, obwohl viele Wissenschaftler jahrelang daran gesessen haben, bis die Industrie zu einem produzierbaren Ergebnis kam.

"Und reisen sie denn nicht herum auf der Erde und sehen, wie das endgültige Ende derjenigen vor ihnen war? Sie waren stärker als sie an Kraft, und sie haben die Erde mehr durchpflügt und sie mehr bebaut, als sie sie bebaut haben, und es sind zu ihnen ihre Gesandten gekommen mit den klaren Beweisen, und nicht Allah wollte ihnen Unrecht antun, sondern sie taten sich selbst Unrecht. Böse war dann das Ende derer, die Böses begingen, weil sie die Zeichen Allahs verwarfen und über sie zu spotten pflegten. " (30:9-10)

Hier werden diejenigen, die sich gegen den Islam sträuben, aufgefordert, ihren Horizont zu erweitern, indem sie die Geschichte und das Entstehen und Vergehen von Hochkulturen betrachten. Sie sollen sie beobachten, um wahrzunehmen, dass das, was aus den Verhaltensweisen von Menschen resultiert, immer und überall das gleiche ist. Allah hat das Gesetz der Schwerkraft festgelegt, so dass ein Gegenstand, den man in der Hand hält und dann loslässt, auf die Erde fällt.

Dies ist ein Gesetz, welches an jedem Ort der Erde und sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart gültig ist. Genauso ein Gesetz Allahs ist es, dass eine Kultur, die moralisch verderbt ist, früher oder später ihrem Untergang entgegengeht. Um dies nachzuvollziehen, brauchen wir uns nur die Geschichte etwas genauer anzusehen. 

"Er hat die Himmel geschaffen ohne Säulen, die ihr seht. Und Er hat in die Erde festverankerte Berge gegeben, dass sie nicht mit euch wankt, und Er hat dort von allem Getier verbreitet. Und Wir haben vom Himmel Wasser herabgesandt, und Wir haben dort von jeglicher edlen Gattung wachsen lassen. Dies ist die Schöpfung Allahs, also zeigt mir, was andere außer Ihm geschaffen haben." (31:10-11)

Wer hat das Gesetz der Schwerkraft aufgestellt und sorgt dafür, dass es überall im Universum gilt? Wer sorgt dafür, dass ein elektrisch positiver Körper und ein elektrisch negativer Körper sich gegenseitig anziehen? Und: Wer hat das Universum, in dem diese Gesetze gelten, aus dem Nichts hervorgebracht? Dass das Universum einen Anfang hatte, darauf weist die Naturwissenschaft in mehreren Bereichen hin. Hier soll nur einer dieser Bereiche aufgeführt werden - ein Gesetz aus der Thermodynamik: Gibt es einen warmen und einen kalten Körper, so gleicht sich der Temperaturunterschied zwischen beiden mit der Zeit aus. Ohne äußere Einwirkung ist dieser Prozess nicht umkehrbar, d.h., ohne äußere Einwirkung kann die Temperaturdifferenz zweier Körper nicht größer werden. Wäre das Universum unendlich, d.h. ohne Anfang, dann gäbe es im Universum keine Temperaturunterschiede!

Der islamische Glaube

Gelesen 5173 mal
Artikel bewerten
(6 Stimmen)

An was glauben Muslime? Der wichtigste Aspekt ist der Glaube an die Einheit und Einzigartigkeit Gottes. Er wurde weder gezeugt noch zeugt Er. Er ist der Barmherzige und der Allerhöchste. Muslime glauben auch an alle Gesandten Gottes, denen Gott sich mit Schriften offenbart hat und deshalb glauben sie auch an die Schriften (Torah, Psalmen, Evangelium), jedoch folgen sie dem Quran, der letzten offenbarten Schrift Gottes, die unverändert geblieben ist. Sie glauben auch an die Engel, an den Tag des Jüngsten Gerichts und an die göttliche Vorherbestimmung. Diese 6 Glaubensgrundsätze ergeben die 6 Säulen und Fundamente, an die ein Muslim glaubt. Es ist jedoch wichtig zu wissen, das der islamische Glaube sich nicht nur darauf beschränkt ist, vielmehr sind dies die wichtigsten Fundamente. Der Gesandte Gottes, Mohammed (Friede und Segen Gottes seien auf ihm!), hat erklärt das der Glaube aus mehr als 70 Zweigen besteht, u.a. aus Bescheidenheit.

Sind Sie an weiteren Informationen über die 6 Säulen des Glaubens im Islam interessiert, und was sie bedeuten, und auch was die anderen Zweige des Glauben im Islam sind, dann sind sie herzlichst willkommen, mit uns im Chat Islam Online darüber zu reden.

Aktuelle Seite: Der islamische Glaube